Ich denk‘ genau wie Du

Ganz kurz und in Eile – na, wie das so geht. Doch viel ist’s, was zwischen den Zeilen hier steht!
Susanne Ulrike Maria Albrecht

susanneulrikemariaalbrecht

Christian-Redl

Wenn der Sommer müd‘ und alles verblüht und eine sengende Hitze regiert,

wenn nicht eine Wolke vorüberzieht und mein sanftes Gemüt die Geduld

verliert, dann sehne ich mich nach der Winterzeit, die mir schon immer die

liebste war, nach Kälte und Geborgenheit, ich sehn mich nach Bildern aus

Kindertagen.

Christian Redl

(20. April 1948)

deutscher Schauspieler und Musiker

Susanne_Ulrike_Maria_Albrecht_Autorin

Ich denk‘ genau wie Du auf allen Wegen an das, was uns beseligte, zurück.

Es duftete nach Wärme und nach Regen; die Bäume rauschten; Wind kam

uns entgegen, und mit uns durch die Stille ging das Glück.

Du weißt es. Doch ich wiederhol‘ es ehrlich und nehme nie etwas davon

zurück: Du bist mir lieb; Du bist mir unentbehrlich; Du bist mein Leben, meine

Welt, mein Glück!

Susanne Ulrike Maria Albrecht

(03. November 1967)

deutsche Schriftstellerin

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Ich denk‘ genau wie Du

Christian-Redl

 

Wenn der Sommer müd‘ und alles verblüht und eine sengende Hitze regiert,

wenn nicht eine Wolke vorüberzieht und mein sanftes Gemüt die Geduld

verliert, dann sehne ich mich nach der Winterzeit, die mir schon immer die

liebste war, nach Kälte und Geborgenheit, ich sehn mich nach Bildern aus

Kindertagen.

 

Christian Redl

(20. April 1948)

deutscher Schauspieler und Musiker

 

 

Susanne_Ulrike_Maria_Albrecht_Autorin

 

Ich denk‘ genau wie Du auf allen Wegen an das, was uns beseligte, zurück.

Es duftete nach Wärme und nach Regen; die Bäume rauschten; Wind kam

uns entgegen, und mit uns durch die Stille ging das Glück.

Du weißt es. Doch ich wiederhol‘ es ehrlich und nehme nie etwas davon

zurück: Du bist mir lieb; Du bist mir unentbehrlich; Du bist mein Leben, meine

Welt, mein Glück!

 

Susanne Ulrike Maria Albrecht

(03. November 1967)

deutsche Schriftstellerin

Engel umschweben uns

Friedrich_Rueckert_(Carl_Barth)

[Friedrich Rückert, Stahlstich von seinem lieben Freund und Kupferstecher Carl Barth nach einer Vorzeichnung aus dem Jahre 1843]

 

 

 

Engel umschweben uns,

Wo wir auch gehn,

Engel umgeben uns,

Wie wir uns drehn.

 

Doch wir erkennen sie

Nicht in dem Licht,

Und zu benennen sie

Wissen wir nicht.

 

Selber zu blenden uns

Scheinet der Glanz,

Wir von ihm wenden uns

Halb oder ganz.

 

Aber nun haben wir

Engel ein Paar,

Denen ja gaben wir

Namen fürwahr.

 

Und nicht vergaßen wir:

Wirklich einmal

Selber besaßen wir

Leiblich den Strahl.

 

Sollten wir wenden uns

Ab von dem Glanz?

Sollten verblenden uns

Halb oder ganz?

 

Nein! wir erkennen euch

Freudig im Licht,

Und zu benennen euch

Zweifeln wir nicht.

 

Lächelnd ihr gebet uns

Wohl zu verstehn,

Dass ihr umschwebet uns,

Wo wir auch gehn.

 

FRIEDRICH RÜCKERT

Sternenhimmel

susanneulrikemariaalbrecht

albrecht2d

Hast du den Stern gesehen, auf dem ich lebe?

Ich will dich zum Träumen bringen, bei Tag und bei Nacht.

Hast du den Stern gesehen, auf dem ich lebe?

Ich will ihn dir schicken, heute Nacht.

Hast du den Stern gesehen, auf dem ich lebe?

Er wird dich um den Schlaf bringen, bei Tag und bei Nacht.

Hast du den Stern gesehen, auf dem ich lebe?

albrecht2d

Er wird dir mit all den anderen Sternen eine Partitur schreiben, in der Nacht.

Hast du den Stern gesehen, auf dem ich lebe?

Er wird dir die Freiheit bringen, bei Tag und bei Nacht.

Hast du den Stern gesehen, auf dem ich lebe?

Er wird über dich wachen, bei Tag und bei Nacht.

Hast du den Stern gesehen, auf dem ich lebe?

Sternenhimmel.

Hast du den Stern gesehen, auf dem ich lebe?

Hast du den Sternenhimmel gesehen, heute Nacht?

albrecht2d

Susanne Ulrike Maria Albrecht

(03…

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Sternenhimmel

albrecht2d

 

Hast du den Stern gesehen, auf dem ich lebe?

Ich will dich zum Träumen bringen, bei Tag und bei Nacht.

Hast du den Stern gesehen, auf dem ich lebe?

Ich will ihn dir schicken, heute Nacht.

Hast du den Stern gesehen, auf dem ich lebe?

Er wird dich um den Schlaf bringen, bei Tag und bei Nacht.

Hast du den Stern gesehen, auf dem ich lebe?

 

albrecht2d

 

Er wird dir mit all den anderen Sternen eine Partitur schreiben, in der Nacht.

Hast du den Stern gesehen, auf dem ich lebe?

Er wird dir die Freiheit bringen, bei Tag und bei Nacht.

Hast du den Stern gesehen, auf dem ich lebe?

Er wird über dich wachen, bei Tag und bei Nacht.

Hast du den Stern gesehen, auf dem ich lebe?

Sternenhimmel.

Hast du den Stern gesehen, auf dem ich lebe?

Hast du den Sternenhimmel gesehen, heute Nacht?

 

albrecht2d

 

Susanne Ulrike Maria Albrecht

(03. November 1967)

deutsche Schriftstellerin

 

 

Du bist da

S_U_M_A

 

Gruß des Engels

 

Sterne am Himmelszelt

Strahlen so hell

Verleihen der Nacht

Ein festliches Gewand

Freudetrunken

Leben, andernfalls Traum

Freier Flug

Müheloses Schweben

Auf den Schwingen getragen

Dem Himmel so nah

Jubilieren

Vom sanften Purpurflügel

Umschlungen

Du bist da

Ganz nah

Kann deinen Flügelschlag spüren

Gruß des Engels

 

S_U_M_A

 

Susanne Ulrike Maria Albrecht

(03. November 1967)

deutsche Schriftstellerin

Dein Flügelschlag

Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

Der Dichter

 

Du entfernst dich von mir, du Stunde.

Wunden schlägt mir dein Flügelschlag.

Allein: was soll ich mit meinem Munde?

mit meiner Nacht? mit meinem Tag?

 

Ich habe keine Geliebte, kein Haus,

keine Stelle auf der ich lebe.

Alle Dinge, an die ich mich gebe,

werden reich und geben mich aus.

 

Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

RAINER MARIA RILKE

Dieses heißt Schicksal

Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

 

Die achte Elegie

Vers 1- 34

 

Mit allen Augen sieht die Kreatur

das Offene. Nur unsre Augen sind

wie umgekehrt und ganz um sie gestellt

als Fallen, rings um ihren freien Ausgang.

 

Was draußen ist, wir wissens aus des Tiers

Antlitz allein; denn schon das frühe Kind

wenden wir um und zwingens, daß es rückwärts

Gestaltung sehe, nicht das Offne, das

im Tiergesicht so tief ist. Frei von Tod.

 

Ihn sehen wir allein; das freie Tier

hat seinen Untergang stets hinter sich

und vor sich Gott, und wenn es geht, so gehts

in Ewigkeit, so wie die Brunnen gehen.

 

Wir haben nie, nicht einen einzigen Tag,

 

den reinen Raum vor uns, in den die Blumen

unendlich aufgehn. Immer ist es Welt

und niemals Nirgends ohne Nicht: das Reine,

Unüberwachte, das man atmet und

unendlich weiß und nicht begehrt. Als Kind

 

verliert sich eins im Stilln an dies und wird

gerüttelt. Oder jener stirbt und ists.

Denn nah dem Tod sieht man den Tod nicht mehr

und starrt hinaus, vielleicht mit großem Tierblick.

 

Liebende, wäre nicht der andre, der

 

die Sicht verstellt, sind nah daran und staunen …

Wie aus Versehn ist ihnen aufgetan

hinter dem andern … Aber über ihn

kommt keiner fort, und wieder wird ihm Welt.

 

Der Schöpfung immer zugewendet, sehn

 

wir nur auf ihr die Spiegelung des Frein,

von uns verdunkelt. Oder daß ein Tier,

ein stummes, aufschaut, ruhig durch uns durch.

 

Dieses heißt Schicksal: gegenüber sein

 

Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

 

und nichts als das und immer gegenüber.

 

 

RAINER MARIA RILKE

 

aus Duineser Elegien

Durch die Stille ging das Glück

Christian-Redl

 

Wenn der Sommer müd‘ und alles verblüht und

eine sengende Hitze regiert, wenn nicht eine Wolke

vorüberzieht und mein sanftes Gemüt die Geduld

verliert, dann sehne ich mich nach der Winterzeit,

die mir schon immer die liebste war, nach Kälte und

Geborgenheit, ich sehn mich nach Bildern aus

Kindertagen.

 

Christian Redl

(20. April 1948)

deutscher Schauspieler und Musiker

 

 

Susanne_Ulrike_Maria_Albrecht_Autorin

 

Ich denk‘ genau wie Du auf allen Wegen

an das, was uns beseligte, zurück.

Es duftete nach Wärme und nach Regen;

die Bäume rauschten; Wind kam uns entgegen,

und mit uns durch die Stille ging das Glück.

Du weißt es. Doch ich wiederhol‘ es ehrlich

und nehme nie etwas davon zurück:

Du bist mir lieb; Du bist mir unentbehrlich;

Du bist mein Leben, meine Welt, mein Glück!

 

Susanne Ulrike Maria Albrecht

(03. November 1967)

deutsche Schriftstellerin